HistorieDie Geschichte des Jugendaufbauwerk in OstholsteinSchleswig-Holstein war nach dem Krieg ein „Flüchtlingsland“ mit vielen berufs- und arbeitslosen Jugendlichen. Um diesen jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu geben beschloss der Landtag in Kiel im Dezember 1949 mit dem Jugendaufbauwerksgesetz an vielen Orten im Land Jugendaufbauwerke einzurichten. Der Start in Ostholstein:Anfänglich gestaltete sich die Errichtung eines Jugendaufbauwerkes in unserer Region als schwierig. Standort Wessek/Oldenburg i. H.30 junge Mädchen erhielten im April 1958 einen Platz im Jugendaufbauwerk in Wessek/Oldenburg i. H. Dort war ein landwirtschaftlicher Betrieb mit finanzieller Unterstützung der Landwirtschaftskammer und anderen Spenden so vorbereitet worden, dass die jungen Damen dort wohnen konnten – mit einem Waschraum, der fließend kaltes Wasser anbot. Die Mädchen wurden über Handarbeit, Gartenarbeit, Säuglingspflege, Hausarbeit, Wäschepflege und Landwirtschaft auf ihr Berufsleben vorbereitet. Am Ende des JAW-Jahres legten die Mädchen eine Abschlussprüfung ab, für die sie ein Zeugnis bekamen. Damit war ihre Zeit im Jugendaufbauwerk als Lehrjahr anerkannt. Lübbersdorf/Oldenburg als neuer Standort1969 übernahm der Kreis Ostholstein die Trägerschaft des Jugendaufbauwerk und eröffnete die Einrichtung in Lübbersdorf/Oldenburg. Junge Männer wurden dort auf die Arbeitswelt vorbereitet. Das Ministerium für Soziales und Arbeit hatte die Oberaufsicht. Als Berufsfelder standen die Metall-, die Holzwerkstatt und die Küche zur Verfügung. Begleitend musste der Berufsschulschulunterricht von den jungen Männern, die alle in der Einrichtung wohnten, besucht werden. 1982 – zwei Einrichtungen in OIdenburg und Lensahn 1982 wurde in der Schweriner Allee 3 in Oldenburg das neue JAW gebaut. In Lensahn wurde das Gebäude des Kreiskinderheimes ebenfalls zum JAW umgebaut. Jetzt betrieb der Kreis Ostholstein zwei Jugendaufbauwerke, beide mit angeschlossenem Internat. 1994 – die Rahmenbedingungen ändern sichBis zu diesem Zeitpunkt war das Ministerium für Soziales und Arbeit die oberste Instanz für das JAW Schleswig-Holsein. Die Finanzierung der Einrichtungen lief über das Ministerium, das mit der Arbeitsverwaltung für alle Einrichtungen verhandelte. Strukturveränderung ab Dezember 2003Im Dezember 2003 entschied das OLG Düsseldorf, dass öffentliche Einrichtungen wie die Jugendaufbauwerke in Ostholstein von öffentlichen Ausschreibungen aufgrund der möglichen Wettbewerbsvorteile auszuschließen sind. Damit waren die JAWs Ostholstein in ihrer Existenz bedroht. 15.03.2006 - die JobB GmbH wird neuer Träger des JAWs in OstholsteinWegen der geänderten rechtlichen Rahmenbedingung hat der Kreis Ostholstein das Jugendaufbauwerk zum 15.03.2006 zusammen mit der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in eine andere Rechtsform geführt. Die Trägerschaft wurde auf die JobB GmbH, eine gemeinnützige Tochtergesellschaft der Wirtschaftsakademie, übertragen. Zu diesem Zeitpunkt wurden bis zu 300 Jugendliche von mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. |

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